das Allerwichtigste vorab: 

 

Cuys aus einer verantwortungsvollen Zucht sind keineswegs mehr

"Scheu und Durchgeknallt" !

Im Gegenteil die Tiere sollten durch Selektion inzw. so Zahm und Ruhig sein das Sie sich vom Wesen

nicht mehr sonderlich von ihren kleinen Kollegen unterschieden sollten!

Ein guter und verantwortungsvoller Züchter sollte nicht nur auf Größe und Gesundheit sondern

auch auf bestimmte Charaktereigenschaften hin gezüchtet haben. Tiere die " nur Groß" sind und

vielleicht auch noch die gewüntsche Farbe haben aber ansonst recht Scheu und Panisch sind

gehören einfach nach so vielen Generationen in Deutschland nicht mehr in Zucht!

Die Tiere sollten auch für etwas ältere Kinder gut händelbar sein und nicht nur  für Erwachsene!

Das soll aber nicht bedeuten das ein 3 Jähriger mit einem 2,5 kg Schweinchen nicht Überfordert ist.

Die Relation sollte schon passen!!!

 

 

 

Hier ein Infotext der von der IG-Cuys verfasst wurde. Marta Cadena hat ausdrücklich das Kopieren des Textes erlaubt.  

Cuys ( Riesenmeerschweinchen)

Das Ursprungsland der Cuys ist Südamerika. Es handelt sich bei ihnen um domestizierte Nutztiere,

die in ihrer Heimat auf großen Farmen, auf Masse und Gewicht hin gezüchtet werden,

um der Bevölkerung als Fleischlieferanten zu dienen. Zu den "Cuys" zählen - als eine der größten Fleischrassen - die "Cobayos",

welche ausgewachsen ein Gewicht bis zu 4 kg und eine Körperlänge bis 50 cm erreichen können. 

Der Knochenbau der Cuys ist stärker, der Kopf breiter, Ohren und Füße fleischiger,

die Schwanzwirbel sind etwas länger als bei unseren europäischen Hausmeerschweinchen.

Tiere mit Polydaktylie (Vielzehigkeit) sind nicht selten anzutreffen.Cuys sind vom Wesen her häufig

etwas schreckhaft / hektisch und sehr sensibel, sind aber mit viel Geduld,  genauso zähmbar wie unsere normalen Meerschweinchen.
 

Zucht: 

Ein Riesenmeerschweinchen darf niemals mit normalen Meerschweinchen gekreuzt werden,

da sich die enorme Größe vererbt und bei normalen Säuen lebensgefährliche Geburtsrisiken

( Geburtsstockung, Zerreißung, Gebärmuttervorfall und Tod), aufgrund des wesentlich

stärkeren Knochenbaus und des größeren Kopfumfangs mit sich bringt!!! Ein Cuy-Baby wiegt,

je nach Wurfgröße, bei der Geburt 80 - 250 Gramm! Auch wenn der Vater ein normal großes Tier

und die Mutter ein Cuy ist, tragen die Mischlings - Nachkommen die Riesenwuchs-Gene weiter in sich.

Die Folgen sind denkbar schlecht, wenn die Abstammung zunehmend in Vergessenheit gerät, besonders,

wenn solche Tiere in die Hände Unwissender geraten!

Die Cuy - Zucht ist deshalb nur für Verantwortungsbewusste + erfahrene Züchter geeignet!!!

Eine gemeinsame Haltung von Cuys mit gleichgeschlechtlichen , normalen Hausmeerschweinchen klappt i.d.R. gut.

Nachtrag : 03.06.2013

Also das heisst, Cuyböcke niemals mir Normalomeerie -Mädchen verpaaren!!!!

Hybridenzucht ist nur für Verantwortungsvolle und erfahrene Züchter!!!!

 

 

Haltung:  

Cuy- Weibchen können manchmal etwas rabiater im Umgang mit Geschlechtsgenossinnen sein,

weshalb man genau beobachten sollte, wie sich diese Gemeinschaft entwickelt.

Böckchen sollten vor ihrer Geschlechtsreife vergesellschaftet werden (etwa im Alter von 4 - 5 Wochen),

zumindest sollte bei 2 Böcken  einer der beiden die Geschlechtsreife noch nicht erlangt haben.

Haltung von Cuys & normalen Hausmeerschweinchen unterschiedlichen Geschlechts ist nur dann möglich,

nachdem das männliche Tier von beiden kastriert wurde. (....aus tierschutzrelevanten Gründen, siehe oben) !

Bitte unbedingt daran denken, dass Böckchen nach Kastration noch für 6 Wochen nach dem Eingriff

fruchtbar bleiben und daher während dieser Zeit von Weibchen getrennt werden müssen!  

 

Unterbringung:

Cuys haben einen Platzanspruch vergleichbar mit Kaninchen, eine Käfiggröße von 1 qm ( für 2 Tiere )

sollte man einkalkulieren. Ausreichende Bewegung ist sehr wichtig. Außenhaltung ist durchaus möglich.

Die Tiere sind jedoch hitzelabil und sollten deshalb vor direkten Sonne und Hitze geschützt untergebracht werden. 

 

Futteransprüche:

 Aufgrund einer Neigung zu rascher Körper- und Organverfettung ( verkürzt unter anderem die Lebenserwartung),

sollten die Cuys hauptsächlich mit Heu ( in beliebiger Menge!) und Grünfutter (Obst, Gemüse, Wiesengrün)

gefüttert werden.  Kraftfutter sollte an ausgewachsene Tiere nur äußerst sparsam dosiert werden!

  Maximal 1 Esslöffel pro Tag und Tier sind völlig ausreichend. Zu gehaltvolle Fütterung kann zu

Verdauungsproblemen / Verstopfung führen. Bei Tieren im Wachstum muss äußerst gehaltvoll gefüttert werden,

etwa 2-3 Eßl. Trockenfutter am Tag und natürlich Grünfutter! Täglich frisches Trinkwasser sollte selbstverständlich sein. 

 

Zu guter letzt: Bitte keine Cuys ohne Abstammungsnachweis kaufen.

 

 

 

 

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